dbb rheinland-pfalz mahnt nüchterne Debatte zum Thema Pensionen an

In einem Gastbeitrag für die „Rhein-Zeitung“ (Ausgabe vom 29. Mai 2012) hat die Landesvorsitzende des dbb rheinland-pfalz, Lilli Lenz, mehr Sachlichkeit in der Debatte über Beamtenpensionen gefordert.

Hintergrund war ein Pressekommentar, wonach wegen der hohen Versorgungsverpflichtungen im öffentlichen Landes- und Kommunaldienst in Rheinland-Pfalz kräftig gespart werden müsse und wonach für Versorgungsempfänger „paradiesische Zustände“ herrschten.

Lilli Lenz schreibt unter anderem: „Unbenommen: Auf den Staat kommen in den nächsten Jahren wachsende Pensionsaufwendungen zu. Ein von den Dienstherren zu verantwortender, ungesunder Altersaufbau des Personals im öffentlichen Dienst und die mangelnde Vorsorge durch die Politik müssen aufgefangen werden. Gebraucht werden solide Finanzierungsmodelle. Sachlichkeit und Besonnenheit sind nötig, nicht Neid und Missgunst.“

Kritisch sei aus dbb-Sicht, dass die Politik seit Jahrzehnten trotz einer steigenden Sensibilität für den demografischen Wandel am Konzept der Beamtenversorgung auf Pump festhält. „Hätte man bei Zeiten mit dem Zurücklegen angefangen, statt seit den 50er Jahren dafür anfallende Mittel stetig für andere Ausgabe zu nutzen, dann fehlte heute das Geld nicht überall.“