Ampel-Regierung in Rheinland-Pfalz: Beamtenbund gegen Personalabbau

Die dbb Landesvorsitzende Lilli Lenz zum heute vorgestellten Ampel-Koalitionsvertrag und zur enthaltenen Absicht, massiv Landespersonal abzubauen, insbesondere in den Mittelbehörden:

Zunehmend problematisch ist die Personalgewinnung für den öffentlichen Dienst. Die Konkurrenzfähigkeit der öffentlichen Arbeitgeber im Kampf um die qualifiziertesten Köpfe schwindet in Zeiten demografischen Wandels leider stetig.

„Das willkürliche Festlegen von aus der Luft gegriffenen Personalabbauzielen am rot-gelb-grünen Tisch hält der dbb rheinland-pfalz für Hokuspokus und einen herben Schlag ins Gesicht des betroffenen Personals.

Den Trick möchten wir sehen, wie die künftige Landesregierung immer mehr zentrale Aufgaben und dafür zwingend nötige Arbeit mit immer weniger Personal gerade im Mittelbau des öffentlichen Dienstes überhaupt erledigen will.

Die Koalitionäre hätten mal vorher jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt, nämlich das Personal, die Personalvertretungen und die Gewerkschaften bei uns im Beamtenbund.

Rationalisierung im öffentlichen Dienst erfordert zuerst eine genaue, ehrliche Analyse dessen, was zukünftig noch an Dienstleistungen erbracht werden soll. Erst danach kann man über den erforderlichen Personalbedarf diskutieren.
Alles andere ist nicht seriös. Leere Versprechungen vor der Wahl gleichen einem Hütchenspiel mit dem Personal. Es gilt: An ihren Taten nach der Wahl sollt ihr sie messen.

Wir werden den Koalitionsvertrag eingehend prüfen. Vorstand und Hauptvorstand des dbb rheinland-pfalz tagen kommende Woche in Trier.“