Gemeinsame Sitzung von Ministerrat und dbb rheinland-pfalz
Ideenpool zur Nachwuchsgewinnung im öffentlichen Dienst vereinbart
dbb-Landesvorsitzende Lilli Lenz: „Wir ziehen an einem Strang.“

Der rheinland-pfälzische Ministerrat und die dbb-Landesleitung sind sich einig: der öffentliche Dienst ist ein interessanter Arbeitgeber, der vielseitige berufliche Perspektiven bietet. Wegen der negativen demographischen Entwicklung zeichnet sich aber auch hier ein Bewerbermangel ab. Der großen Herausforderung muss mit kreativen Lösungen begegnet werden. Deshalb vereinbarten Kabinett und dbb rheinland-pfalz bei ihrer gemeinsamen Sitzung heute in Mainz einen Ideenpool zur Nachwuchsgewinnung im öffentlichen Dienst.

Das rheinland-pfälzische Kabinett mit der dbb Delegation. Zum Vergrößern klicken Sie das Bild bitte an! Foto: Oehl
 
Ministerpräsident Kurt Beck und dbb-Landeschefin Lilli Lenz stimmten auch überein, dass das betriebliche Gesundheitsmanagement im öffentlichen Dienst nur dann erfolgreich sein kann, wenn das Personal von der Mitwirkung überzeugt ist. Deshalb sagte die Gewerkschaft zu, die Landesregierung bei der Optimierung der Gesundheitsförderung zu unterstützen.
 
Gleiches gilt für den Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das einen solchen Plan aufgestellt hat. Auch hier will der dbb rheinland-pfalz – vertreten auch im Landesbeirat für die Belange der behinderten Menschen – seinen Teil zur Verwirklichung der Ziele beitragen.
 
Auf dbb-Forderung signalisierte das Landeskabinett darüber hinaus, dass die im laufenden Jahr zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel für Schulungs- und Bildungsveranstaltungen gemäß Landespersonalvertretungsgesetz leicht aufgestockt werden.

Gesprochen wurde selbstverständlich auch über die Dienstrechtsreform in Rheinland-Pfalz; der vom Kabinett gebilligte Entwurf eines neuen Landesbeamtengesetzes befindet sich derzeit in den parlamentarischen Beratungen. Hierzu kündigte die dbb-Delegation gegenüber dem Ministerpräsidenten an, dass die noch verbleibenden Kritikpunkte der Gewerkschaft gegenüber den Landtagsfraktionen selbstverständlich weiter verfolgt werden.