Der
rheinland-pfälzische Ministerrat und die dbb-Landesleitung sind sich einig:
der öffentliche Dienst ist ein interessanter Arbeitgeber, der vielseitige
berufliche Perspektiven bietet. Wegen der negativen demographischen
Entwicklung zeichnet sich aber auch hier ein Bewerbermangel ab. Der großen
Herausforderung muss mit kreativen Lösungen begegnet werden. Deshalb
vereinbarten Kabinett und dbb rheinland-pfalz bei ihrer gemeinsamen Sitzung
heute in Mainz einen Ideenpool zur Nachwuchsgewinnung im öffentlichen
Dienst.
Das rheinland-pfälzische Kabinett mit der dbb
Delegation. Zum Vergrößern klicken Sie das Bild bitte an! Foto: Oehl
Ministerpräsident Kurt Beck und dbb-Landeschefin Lilli Lenz stimmten auch
überein, dass das betriebliche Gesundheitsmanagement im öffentlichen Dienst
nur dann erfolgreich sein kann, wenn das Personal von der Mitwirkung
überzeugt ist. Deshalb sagte die Gewerkschaft zu, die Landesregierung bei
der Optimierung der Gesundheitsförderung zu unterstützen.
Gleiches gilt für den Landesaktionsplan zur Umsetzung der
UN-Behindertenrechtskonvention. Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland,
das einen solchen Plan aufgestellt hat. Auch hier will der dbb
rheinland-pfalz – vertreten auch im Landesbeirat für die Belange der
behinderten Menschen – seinen Teil zur Verwirklichung der Ziele beitragen.
Auf dbb-Forderung signalisierte das Landeskabinett darüber hinaus, dass die
im laufenden Jahr zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel für Schulungs-
und Bildungsveranstaltungen gemäß Landespersonalvertretungsgesetz leicht
aufgestockt werden.
Gesprochen wurde selbstverständlich auch über die Dienstrechtsreform in Rheinland-Pfalz; der vom Kabinett gebilligte Entwurf eines neuen Landesbeamtengesetzes befindet sich derzeit in den parlamentarischen Beratungen. Hierzu kündigte die dbb-Delegation gegenüber dem Ministerpräsidenten an, dass die noch verbleibenden Kritikpunkte der Gewerkschaft gegenüber den Landtagsfraktionen selbstverständlich weiter verfolgt werden.