Es grenze schon an Hohn, wenn hart erarbeitete Zuschläge für Sonn-,
Feiertags- und Nachtarbeit der Sparwut der Bundesregierung zum Opfer fallen
sollen, so die Einschätzung der Landesvorsitzenden des dbb rheinland-pfalz,
Lilli Lenz zur aktuell geführten Diskussion um die Abschaffung der
Steuerbefreiung.
Lilli Lenz: „Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen haben es nicht
verdient, sich für ihre dringend benötigte Arbeit zu Unzeiten auch noch als
Subventionsempfänger beschimpfen zu lassen. Der dbb rheinland-pfalz stellt
sich mit Macht vor diese Kolleginnen und Kollegen und wird mit allen Mitteln
dagegen kämpfen, dass diese Überlegungen der Bundesregierung Gesetz werden.
Solche Planungen schreien zum Himmel in Zeiten, in denen für Misswirtschaft
und persönliche Bereicherung Milliarden öffentlicher Steuergelder wie
selbstverständlich zur Verfügung gestellt werden. Die Zeche sollen mal
wieder die zahlen, die keine Schuld an der Misere trifft. Deshalb: Hände weg
von hart erarbeitetem Lohn - Subventionen in Milliardenhöhe erhalten
andere!“
Immer wieder hätten Bundesfinanzminister auf der Suche nach Sparpotentialen ein Auge auf die Steuerfreiheit für Lohnzuschläge für Arbeit zur Unzeit geworfen, so die dbb-Landeschefin im Pressedienst ihrer Organisation. Aktuelle Sparabsichten dieser Art seinen nicht verwunderlich. Rein fiskalische Motive dürften aber auch in wirtschaftlich harten Zeiten nicht über der sozialen Gerechtigkeit stehen.