Mehr als 2.000 Beschäftigte des öffentlichen Landesdienstes, darunter viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Straßenmeistereien in ganz Rheinland-Pfalz, haben sich nach einem Protestmarsch durch die Mainzer Innenstadt am 2. März auf dem Deutschhausplatz zu einer Protestkundgebung versammelt. Anlass war die starre Haltung der in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossenen Arbeitgeber. Sie hatten am 25. Februar auch die 2. Runde der Tarifverhandlungen verstreichen lassen, ohne ein Angebot zu präsentieren.
![]() |
![]() |
„In der Fünften Jahreszeit laufen die Schwellköpp nicht nur in Mainz durch die Straßen – nein, auch in Potsdam sitzen uns bei den Tarifverhandlungen sture öffentliche Arbeitgeber gegenüber, die von Solidarität und Zurückhaltung reden und dabei einseitig die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes im Blick haben“, kritisierte Lilli Lenz, die Vorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion rheinland-pfalz, das Verhalten der TdL-Delegation. Ohne die Arbeit der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes könne beispielsweise kein einziger Faschingsumzug an den Start gehen, hob Lilli Lenz mit Blick auf die kommenden „tollen Tage“ am Rhein hervor : „Bei Faschingsumzügen müssen Polizei und Feuerwehr ständig präsent sein, bei Veranstaltungen wird auf den Jugendschutz geachtet, Krankenhausbeschäftigte sind im Dauereinsatz, Reinigungstrupps sind in Sonderschichten unterwegs. Und das alles ohne ´Faschingszulage` oder närrische Sonderzahlungen. Das ist unser Job - und der wird gemacht!“, stellte Lenz unter dem Beifall der Demonstrantinnen und Demonstranten klar. „Den Arbeitgebervertretern, allen voran dem TdL-Verhandlungsführer Herrn Möllring rufe ich zu: Machen also auch Sie als Arbeitgeber einen guten Job - und gehen Sie auf unsere Forderungen ein! 50 Euro und dazu 3 Prozent sind fair.“
Die Tarifverhandlungen zwischen TdL und Gewerkschaften gehen am 9./10. März in die dritte Runde.