13. Januar 2026

Einkommensrunde der Länder

Wilde Kängurus belagern Finanzministerium

Dreitägige Staffelmahnwache in Mainz hat begonnen

Passanten staunten am 13. Januar 2026 im Regierungsviertel, denn was machen wild gewordene Kängurus in Mainz vor dem Finanzministerium? Über entlaufene Tiere gab es keine Meldung.

Die Erklärung für die Begebenheit ist, dass diese Exemplare zu einer besonderen Unterart des roten Riesenkängurus, wissenschaftlich „Osphranter rufus“ gehören, nämlich das Geld fordernde rote Riesenkänguru „Osphranter rufus pecuniam quaerens“, das insbesondere in Gefilden der Deutschen SteuerGewerkschaft vorkommt. 

Vor Beginn der zweiten Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder wollen die Beuteltiere der Tarifforderung „7 Prozent mehr Einkommen, mindestens 300 Euro“ des dbb – beamtenbund und tarifunion Nachdruck verleihen mit dem Slogan „Mehr im Beutel – jetzt!“ 

Aufgrund der Teuerung muss beim Entgelt eine deutliche Anpassung seitens der Arbeitgeber für den öffentlichen Dienst der Länder erfolgen! 

Rheinland-Pfalz ist Mitglied in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), die mit den Gewerkschaften den Tarifabschluss verhandelt. Die zweite Verhandlungsrunde findet am 15. und 16.01.2026 in Potsdam statt. 

Die Staffelmahnwache wird deshalb sowohl am 14.01.2026 als auch am 15.01.2026 fortgesetzt. Am Mittwoch geben dabei die dbb Bildungsgewerkschaften zusammen mit der Deutschen Polizeigewerkschaft den Ton an, am Donnerstag die Justizgewerkschaften im dbb sowie die Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft (BTB). 

Alle beteiligten dbb Mitgliedsgewerkschaften senden dabei auch visuell deutliche Signale im Sinne einer konkurrenzfähigen Bezahlung im öffentlichen Dienst. 

Hintergrund: Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern für die Beschäftigten der Länder unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 Prozent, mindestens um 300 Euro monatlich sowie eine Erhöhung der Azubi-/Studierenden/ Praktikantinnen/Praktikanten-Entgelte um 200 Euro. Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger.